INDONESIEN

Freundeskreisgruppe INDONESIEN im April 2025
zu den Orang Utans von Borneo und den „Drachen“ von Komodo

(Im Augenblick befinden wir uns auf Erkundungstour durch Neuguinea, genauer in West-Papua, dem indonesisch beanspruchten Westteil dieser viertgrößten Insel der Erde. Ihr könnt unsere Abenteuer dort unter „Neuguinea“ quasi life mitverfolgen.)

Bali, Montag 5.05 25

Abschied

Liebe Leute,

nun befindet sich unsere Gruppe auf dem Heimweg – soeben haben wir uns am Eingang des Internationalen Terminals von Denpasar DPS in Bali „tränenreich“ verabschiedet, nachdem wir den Vormittag (noch auf Nusa Penida) mit Packen und frittierter Banane an Eis gestalteten und schließlich mit dem Schnellboot nach Bali übersetzten.

Die Gruppe entschwindet nach erfolgreichem Abschluss unseres Abenteuers 🙁

Die letzten Tage hatten wir viel Ruhe, Spaß und noch ein paar fakultative Aktivitäten: So besuchten wir einen spannenden Höhlentempel mit kriech-niedrigem Eingang, aber riesiger Höhlenkathedrale dahinter, sowie Teile der malerisch „zerbrochenen“ Südküste der Insel (früh morgens, bevor die Tagestouristen aus Bali diese Sehenswürdigkeiten überschwemmen).

Man muss zwar in den versteckten Höhlentempel kriechen – ..
..aber dahinter verbirgt sich eine wahre Kathedrale mit verschiedenen „Schiffen“
Hier werden wir umstandslos in eine Segnung einbezogen
Die Südküste ist ein gehobenes, aber malerisch zerbrochenes altes Riff

Nun mussten wir euch nach geglückter Überfahrt im Speedboat nach Bali am Flughafen abgeben –

habt einen guten Flug, kommt alle gut heim und zehrt noch möglichst lange von den Erlebnissen: Eine abermals enorm vielseitige und erlebnisreiche Reise hat wieder zu einem glücklichen Ende geführt.  Da auch Wetter und Tiere bis zum Schluss mitspielten, kann man sagen:  Es hat eigentlich ALLES genau so (und teils noch besser) geklappt wie geplant. Und da jetzt alles so schön eingespielt ist, will ich dieses Programm auch gern für nächstes Jahr April 2026 noch mal auflegen: Die Ausschreibung dafür wird wohl im Frühsommer rausgehen.

Phet und ich befinden uns jetzt aber erst mal auf dem Weg nach Neuguinea und haben die Hoffnung, diesmal auch dafür mit einem verwertbaren Programm heimzukehren – wir werden hier berichten: Schaut also gern weiter gelegentlich hier ins Reisetagebuch rein – vielleicht wird es ja wieder spannend..!! 🙂

Bis dahin ganz herzliche Grüße rund um den Erdball,
Thomas + Phet

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Nusa Penida, Freitag 2.05.25

Bali

Liebe Leute,

der letzte Reiseabschnitt hat begonnen – alle Gäste nehmen an der Bali-Verlängerung teil:  Sonne und Strand zur Entspannung vom Abenteuer auf Balis kleiner Schwesterinsel Nusa Penida. 🙂

Von Flores kommend sind wir Montag 28.04.25 in Denpasar auf Bali gelandet und haben zunächst im zentralen Örtchen Ubud Tempel, Reisterrassen und Overtourismus erlebt.  Abends besuchten wir eine beeindruckende Feuertanzdarbietung.

magisch-malerischer Feuertanz

Am Dienstag 29.04.25 bummeln wir nach einem leckeren Frühstück in einem der unzähligen Lokale durch das Städtchen, das sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum wohl beliebtesten Ort des „typisch Bali“-Flairs wandelte, in dem jedes Haus seinen Familientempel hat und morgens kleine Opfergaben mit Räucherstäbchen auf die Eingangsstufen gestellt werden.

Wir besuchen verschiedene Tempel und spazieren durch die schmalen Gassen der Stadt, in denen  – eben typisch Bali –  die Häuser mit überbordenden Verzierungen einschließlich Säulen und Dämonen jeder Art bruchlos in kunstvoll gestaltete Familientempel übergehen.  Heute wird freilich fast jedes dieser Häuser gleichzeitig als touristische Einnahmequelle genutzt:  Lokale, Verkaufsstände und Gästehäuser wechseln sich ab, und man fühlt sich manchmal wie auf einem großen Kunstgewerbemarkt. 

Im Ubud-Palast

Am Nachmittag besuchen wir den nahe gelegenen Monkey Forest, der uns nachhaltig beeindruckt:  In einem dichten Dschungel mit epiphytenbehangenen Baumriesen spielen unzählige Makaken und ihre Babies vergleichsweise unaggressiv um uns herum – teilweise beklettern sie uns, klauen aber nix. 

Im Monkey Forest wimmelt es von freundlichen Makaken..
..und anderem, möglicherweise weniger freundlichem (?) Getier..

Durch Seitenstraßen wandern wir schließlich zurück, essen zu Abend und besuchen eine abendliche Legong-Tanzdarbietung mit Gamelanmusik:  Die Musikanten lassen spezielle Klöppel über Metallplättchen von xylofonähnlichen Instrumenten flitzen und erzeugen eine sehr eigenartige Melodie.  Beim Tanz bewegen exotisch geschminkte Tänzerinnen neben Füßen und Händen auch kontrolliert ruckend ihre Augen, was ihnen ein teils wahrhaft dämonisches Aussehen verleiht. 

Legong-Legendentanz (Ramayana) mit Gamelan-Musik

Am Mittwoch 30.04.25 fahren wir entlang der berühmten palmengesäumten balinesischen Reisfeldterrassen ins Hochland, wandern durch grünen Dschungel zu einem Wasserfall und erreichen in 1.500m Höhe den Rand der Caldera des Batur-Vulkans, der sich inmitten des Einsturzkraters eines älteren, noch weitaus größeren Vulkans neben einem Kratersee erhebt.  Hier besuchen wir einen beeindruckenden Bergtempel, wo gerade eine hinduistische Zeremonie abläuft – ganz Bali ist zurzeit wegen der Galungan-Feierlichkeiten geschmückt, und viele Zeremonien laufen ab: Die Ahnen sind zurzeit aus dem Himmel zurück auf der Erde, um ihre Nachfahren zu besuchen, und werden in dieser Zeit besonders geehrt.  Tolle Fernblicke auf den Batur-Vulkan und -See, sowie leckerer Kaffee – der benachbarte Vulkan Agung (höchster Berg Balis und aktiver Vulkan, der das letzte Mal 2018/19 ausbrach) verhüllt sich freilich in Wolken.  Nach Rückkehr Freizeit und Abendessen in einem kleinen einheimischen Lokal. 

Balis Reisterrassen
Dschungelwanderung zu einem..
..versteckten Wasserfall
Batur-Vulkan und Batur-See innerhalb der riesigen Batur-Caldera
Hindu-Zeremonie zu Ehren der Ahnen anlässlich der Galungan-Feierlichkeiten

Gestern Donnerstag 1.05.25 besuchen wir auf dem Weg zum Hafen von Sanur Balis sehr schön gemachten Vogelpark und verkosten Luwak-Kaffee – angeblich der teuerste Kaffee der Welt, da er vor der Röstung durch den Verdauungstrakt einer Zibet-Schleichkatze ging. 

Im Vogelpark sehen wir eine Sammlung der seltenen Paradiesvögel von Nahem
Aber hier hat eh jeder einen Vogel !!
Der Luwak-Kaffee schmeckt sicher gut – ob er den Preis rechtfertigt, bleibt freilich Geschmackssache

In Port Sanur besteigen wir ein Schnellboot zur Nachbarinsel Nusa Penida und landen nach 40 Minuten Fahrzeit am Hafen von Toya Pakeh im Norden des Inselchens.  Unser Strandhotel hier besteht aus einigen Bungalows im indonesischen Stil mit direktem Blick auf den Agung-Vulkan von Bali, sowie Sonnenauf- und (!) -untergang. 🙂

Unsere Bungalows im indonesischen Stil am Strand..
..haben freien Blick zum Agung-Vulkan auf Bali

Auf dieser ruhigeren – und damit weit mehr das typische Bali-Gefühl vermittelnden – Schwesterinsel Balis wollen wir an Meer und Pool  – Urlaubsfeeling pur –  in den nächsten Tage die Eindrücke dieser vielfältigen Reise abschließend sacken lassen.  Cocktail marsch –

mit tiefenentspannten Grüßen aus der Sonne,
Thomas + Phet  

Abendlicher Strandspaziergang ins Dorf zum Abendessen
Abschließendes Abhängen in der BaBar

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Flores, Sonntag 27.04.24

Die letzten Drachen:  Komodo-Warane

Liebe Leute,

nun sind wir auch zurück von unserem zweiten (internetfreien) Abenteuer: 
Die Expedition zu den „letzten Drachen“ im Komodo-Archipel liegt hinter uns, und wir verbringen einige Erholungstage an einem der ruhigen Strände bei Labuan Bajo auf der Insel Flores im Sunda-Bogen. Da die Gruppe heute einen Ausflug ins Hinterland macht, habe ich Zeit für Organisatiorisches und Reisetagebuch 🙂

Aber der Reihe nach –
wieder mit geografischen Namen, damit unsere Gäste Anhaltspunkte zum Einordnen haben:

Letzten Montag 21.02.25 hatten wir unseren ruhigen Puffertag auf Bali, wo wir wahlweise am Strand oder Pool faulenzen oder ein wenig im Ort Kuta Bali herumschlendern konnten. 

Erholsamer Puffertag am „German Beach“ in Kuta Bali

Am Dienstag 22.04.25 flogen wir entlang des Sundabogens zur Insel Flores, die ihren Namen aus der portugiesischen Besatzungszeit hat und eher katholisch als muslimisch geprägt ist. Zudem ist die Insel bekannt für einen endemischen Urmenschen:  Den Homo floriensis oder „Hobbit“, wie er gern aufgrund seiner Insel-Verzwergung genannt wird: Er wurde nur knapp einen Meter groß.  Die langgestreckte Insel ist überwiegend von Vulkanen sowie grünen Wäldern, Buschland und Reisfeldern geprägt – zudem gehen von der im Westen befindlichen kleinen Hafenstadt Labuan Bajo die Kreuzfahrten in die Flores-See und den Komodo-Archipel ab, um die auf einigen Inseln endemischen „größten Eidechsen der Welt“  – die riesigen Komodo-Warane –  besuchen zu können.

Den Abend verbringen wir zunächst in Labuan Bajo, dem kleinen Städtchen, welches vom Einschiffen der Touristen in die hier bereitliegenden Schiffe lebt:  Wir schlendern die Hafenstraße entlang und genießen frischen Fisch zu Abend. 

Hafenbucht von Labuan Bajo, Flores

Mittwoch früh 23.04.25 holt uns unser local guide Dul ab und bringt uns zum Hafen, wo uns ein kleines Beiboot (Dingi) zu unserem Schiff, der ganz aus Holz gebauten Jaya Explorer bringt, welches in der Bucht vor Anker liegt. 

Unser Schiff – die „Jaya Explorer“

Wir richten uns in unseren Kajüten (jede mit eigenem Bad) ein und bekommen im Gemeinschaftsraum ein super gutes frisches Mittagessen, bevor wir vor der Insel Sebayur zum ersten Schnorchelgang ins klare Wasser springen:  Zwischen hier glücklicherweise schon wieder farbigen Korallen (nach der letztjährigen Korallenbleiche wg. El Niño) tummeln sich zahllose bunte Rifffische und einige Sepias.  Ein zweiter Schnorchelgang vor der Insel Siaba lässt uns mit der Strömung entlang der Korallengärten gleiten, wo sich eine Meeresschildkröte von uns nicht beim Grasen am Meeresgrund stören lässt.

Schließlich springen wir beim Manta Point mitten auf hoher See vom Dingi ins Wasser:  Hier wirbeln zwei aufeinandertreffende Meeresströmungen Unmengen an Plankton auf, an denen sich unter anderem auch riesige Mantas (Teufelsrochen, auch Manta Ray oder Manta Rhei) laben:  Einer hält mit geöffnetem Maul auf uns zu, so dass man befürchten könnte, versehentlich verschluckt zu werden – aber der Witzbold dreht ab und unter uns durch.  Dann überrascht er (oder ein anderer?) uns von hinten kommend und an uns vorbeiziehend – leider muss ich später feststellen, dass ich meine Gopro nicht erfolgreich bedient habe, aber Mitreisende haben glücklicherweise Bilder machen können. 

In herrlicher Abendstimmung gleitet unser Schiff durch den Archipel vorbei an bizarren Konturen der Inseln, die sich teils wie grüne zackige Drachenrücken aus dem Meer erheben. Nach einem glühenden Sonnenuntergang „ankern“ wir in einer stillen Bucht der Insel Padar. („Ankern“ ist hier nicht das richtige Wort – korrekt heißt es wohl „mooring“, also das Vertäuen des Schiffs an verankerten Bojen: Echte Anker würden ja die Korallen zestören.)

Der Donnerstag 24.04.25 findet uns früh auf den Beinen:  Um 5:00 werden wir noch im Finstern bei klarem Sternenhimmel (wunderschön: Venus als Morgenstern nahe der abnehmenden Mondsichel) ausgebootet und an den neuen Steg von Pulau (Insel) Padar gebracht, wo wir eine kleine Morgenwanderung in den Sonnenaufgang hinauf auf einen Gipfel zu einem Aussichtspunkt unternehmen.  Die Anstrengung lohnt sich – die ersten Sonnenstrahlen beleuchten drei verschiedenfarbige Buchten: Eine mit weißem, eine mit schwarzem und eine mit pinkfarbenem Sandstrand. Rosa Sandstrände sind hier häufig, da der Sand von roten Korallen stammt. Die Fotos sind atemberaubend – freilich sind wir hier nicht allein unterwegs, sondern mit so ziemlich allen anderen zurzeit im Archipel befindlichen Touristen.

Im Frühtau zu Berge wir zieh’n..
..um einen unvergleichlichen Blick im Morgenlicht zu genießen!

Während der Überfahrt zur Insel Komodo verdrücken wir hungrig ein hervorragendes Frühstück.  Kurz vor der Landung im einzigen Dorf der Insel kreuzt ein Schwarm Delfine unseren Kurs, dann legen wir vor der goldenen Kuppel der Moschee von Komodo Village an.

Komodo in Sicht

Zwei Guides mit langen Stecken begleiten uns, um die Riesenwarane zu finden:  Der Legende nach sind Menschen und Warane auf Komodo Verwandte, da sie von derselben Urmutter abstammen.  Entsprechend brüderlich verhalten sich die Einheimischen den Echsen gegenüber:  Sie werden weder gejagt noch vertrieben, sondern vollständig (auch im Dorf) akzeptiert.  Dafür fressen die Warane keine Einheimischen (soweit bekannt).  Das ist zumindest nicht selbstverständlich, denn ins Beuteschema der krokodilgroßen Echsen passen Menschen allemal:  Sie fressen Sundahirsche, Affen, Wildschweine und sogar Wasserbüffel.

Tatsächlich finden wir die ersten drei Riesenwarane nicht weit vom Dorf bei ihrer Wohnhöhle unter einem Baum:  Sie scheinen zu dösen – sind sie vielleicht nachtaktiv?  Nein: Sie sind tagaktiv, und die ruhige Stellung ist ihr typisches „Jagdverhalten“:  Dieses besteht nämlich darin, sich farblich gut getarnt im hohen Gras in einen liegenden „Baumstamm“ zu verwandeln und einfach abzuwarten.  Sobald sich ein Beutetier allzu unbesorgt nähert, fährt der Waran (ein reiner Fleischfresser) hoch und beißt sein Opfer kurz ins Bein.  Danach legt er sich wieder hin, denn das ihn scheinbar störende Wild ist erschrocken davongesprungen. 

Nun arbeitet die Zeit für den Waran:  Er hat einen giftigen Bakteriencocktail in seinem Speichel, der die Wunde des Beutetiers beim Biss infiziert hat.  Dieses stirbt innerhalb weniger Stunden an einer Sepsis – der Waran muss ihm mit seinem gut entwickelten Geruchssinn an der stets züngelnden gespaltenen Zunge nur folgen, bis es verendet ist, und macht sich dann darüber her.  Wobei er es mit anderen gierigen Konkurrenten teilen muss, die gemeinsam den Kadaver zerreißen und in großen Stücken verschlingen.  Immerhin frisst ein Waran nur alle vier Wochen was.

Aus dieser Perspektive wirken die Viecher noch größer als sie tatsächlich sind.

Wir beobachten die Warane, die scheinbar unbeteiligt keiner Fliege etwas zuleide tun wollen.  Und doch müssen auch wir uns vorsehen, denn auch Menschen passen durchaus ins Beuteschema der Drachen, denen der klebrig-giftige Speichel in Fäden aus dem Maul hängt, was ein wenig an das Alien in „Alien“ erinnert.  Die Ranger, die uns begleiten, haben lange Stecken dabei, mit denen sie uns die Viecher im Notfall vom Leib halten können.  Allerdings kommt es gewöhnlich zu keinem Notfall, da man zumeist freiwillig den Sicherheitsabstand einhält.  Außer zu den allfälligen Fotos, zu denen wir den Tieren arg nah auf die Pelle rücken:  Diese sind Touristen aber offenbar gewöhnt und holen sich nur selten einen – auch wenn es genügend Horrorstorys zum Thema gibt von Besuchern, die spurlos verschwanden und man Tage später angeblich nur die Stiefel wiederfand..

Eine kurze Wanderung führt uns durch etwas Wald und Grasland zurück zum Dorf, wo wir zwei weitere Echsen beobachten.  Schließlich wandern wir durchs Dorf zurück zum Schiff – Phet ersteht von einem Fischer einen Thunfisch, den unser Schiffskoch sogleich frisch zum Lunch zubereitet.

Wir stoppen an einem Pink Beach für einen weiteren Bade- und Schnorchelgang, bevor wir auf Rinca Island landen: Hier gibt es ebenfalls einige Waran-Populationen, und wir werden zunächst über eine breite Stegkonstruktion durch die Mangroven zum Besucherzentrum geführt, wo uns eine weitere Wanderung vorbei an einigen Waranen führt.  Ein Waran-Nest findet sich unter einem Baum:  Ein Erdwall, in dem die Waran-Mutter mehrere Gruben gräbt und in einer davon ihre Eier verbuddelt. Die anderen Gruben legt sie nur zur Täuschung an: Warane sind Kannibalen, denen auch ein arteigenes Gelege schmeckt – wenn sie aber eine leere Grube öffnen, halten sie das Nest für aufgegeben und wenden sich ab. 

Ein Sundahirsch – die bevorzugte Speise der Drachen.

Wir wandern zu einem Aussichtspunkt mit tollem Blick über die Bucht, in der unser Schiff ankert – der Besucherpavillon ist aber von einem Waran besetzt, der keineswegs die Absicht hat, seinen Platz zu räumen, was wir besser akzeptieren. Abschließend sehen wir im Besucherzentrum die Skelette eines ausgewachsenen Pärchens (w+m): Vor allem das Gebiss mit seiner Reihe dolchartiger Reißzähne lässt uns erschaudern.

Der Aussichtspavillon auf Rinca ist schon besetzt.
Mit seinen rasiermesserscharfen Reißzähnen und Klauen kann der Drachen sein vergiftetes Opfer in Stücke zerfetzen.

Bei Sonnenuntergang ankern wir vor einer flachen Mangroveninsel, aus der tausende von Flughunden mit beeindruckender Spannweite aufsteigen: Sie werden die Nacht auf dem Festland verbringen auf der Suche nach Früchten – sie sind Vegetarier.

Locker 1 Meter Spannweite: vegetarische Flughunde.

Am Freitag 25.04.25 ankern wir vor der spitzkegeligen Insel Kelor und besteigen deren Gipfel in einem kurzen aber knackigen Aufstieg.  Toller Rundumblick zu den Inseln des Archipels, später ein abschließender Schnorchelgang.  Hier gibt es auch relativ günstige T-Shirts mit Waran-Motiven.  Frühstück und Lunch gibt es noch an Bord.

Blick vom Gipfel der Insel Kelor hinunter zum Strand und hinüber nach Rinca.

Mittags werden wir dann ausgeschifft am weißen Strand des Hotels Sylvia, an dem wir das Wochenende verbringen wollen:  Palmen und Pool – dazu spiegelblankes ruhiges Meer mitsamt einer kleinen Insel im Panoramablick und eingebautem feurigen Sonnenuntergang.  Hier werden wir uns jetzt erst mal erholen und unsere vielfältigen Eindrücke sortieren, bevor es am Montag in die Verlängerung wieder nach Bali geht. 

Vorerst jedoch ganz herzliche Grüße von einer rundum glücklichen Gruppe,
Thomas + Phet 🙂 🙂

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Bali, Montag 21.04.25

Borneo: Orang Utans

Liebe Leute,

zunächst mal ganz herzliche Ostergrüße
wir waren rechtzeitig zu Ostern wieder raus aus dem Dschungel:

Am Karsamstag kehrten wir quasi verschwitzt und verdreckt (Unsinn: Wir konnten duschen!) aus dem Urwald bei den Orang Utans zurück in die Zivilisation (naja) und konnten uns für eine Nacht im Arsela-Hotel kurz frisch machen, bevor wir gestern Ostersonntag schon nach Bali weiter reisten – allerdings nur für einen Puffertag (mehr Bali gibt es später in der Verlängerung), um etwaige Probleme aufzufangen, ohne den Rest des Programms zu gefährden.  Denn hier ist ja nichts sicher, auch wenn es von langer Hand vorbereitet und gebucht ist.  Spoiler: Bislang hat alles wunderbar geklappt..!! 🙂

Doch der Reihe nach – wie besprochen mit Ortsnamen,
damit die Teilnehmer Anhaltspunkte für ihre (Foto-) Erinnerungen haben:

Letzte Woche Dienstag, 15.04.25
Frühstück im Arsela-Hotel in Pankalan Bun, 10:00 Fahrt mit Taxis zum wie ein muslimisches Wildwest-Dorf wirkenden „Last-Frontier“-Flusshafen von Kumai, Marktbesuch, Vorstellung der Crew, Abfahrt.  Unsere zwei Guides heißen Mr. „Luki“ Lukman und Ms. Fitri, zwei junge kenntnisreiche Einheimische.
Fahrt flussab entlang des breiten Sungai (Fluss) Kumai – hier ankern einige rostige Frachter.  Kurz vor seiner Mündung ins Meer biegen wir in den schmaleren Sungai Sekonyer ein und tuckern ihn gemütlich flussaufwärts hinein in den Tanjung Puting Nationalpark.

Schon bald sichten wir den ersten Orang Utan (ein massives Männchen) in einem Baum am Ufer nach Früchten hangelnd, kurz darauf eine Mutter mit Baby, welches sich seitlich ins Fell der Mama krallt, und später noch ein Weibchen, bevor wir an der ersten Orang-Utan-Fütterungsstation Tanjung Harapan anlegen und einige Minuten in den Wald gehen, um dort vor einem Holzpodest Aufstellung zu nehmen.

Unser Klotok-Hausboot – Heimat für die nächsten Tage 🙂
Gemütlich schippern wir durch die Kanäle des Borneo-Dschungels 🙂
Wir werden beobachtet: Ein Orang Utan hangelt sich durch den Uferwald 🙂

Hier mampft bereits A-Macho Rey Roger, ein gewaltiges Männchen mit mächtigen Wangenschirmen ganz ruhig eine Frucht nach der anderen. Nach und nach wagen sich auch einige Weibchen  – alles Mütter mit mindestens einem Baby, welches sich seitlich festklammert, und teils mit einem weiteren, etwas älteren Jungen im Gefolge – aufs Podest in respektvoller Entfernung vom King und stopfen sich drei bis vier Bananen wie Zigarren nebeneinander in die Mäuler, um sich dann flugs den nächsten Baum emporzuhangeln, wo sie ihre Beute in Ruhe verspeisen. Sie kommen noch einige Male zum Nachfassen, bevor sie sich gesättigt zurück in den Urwald schwingen.

Affenkönig Roger und Gespielin

Im Prinzip gibt es in ganz Borneo noch die roten „Waldmenschen“ (was „Orang Utan“ auf Indonesisch heißt) – da aber große Urwaldareale von profitgierigen Konzernen zugunsten riesiger Palmölplantagen gerodet werden, verlieren sie zunehmend ihren Lebensraum und werden in die wenigen verbleibenden geschützten Bereiche verdrängt. Da viele OrangUtan-Mütter den Raubbaumaßnahmen zum Opfer fallen, bleiben oft Waisenkinder zurück – diese werden von Studenten in Trainingslagern aufgepäppelt und von diesen auch in Futtersuche und Nestbau unterrichtet, und später im Schutzgebiet ausgewildert.  Dort werden sie aber vorsichtshalber stets noch zugefüttert, damit sie nicht verloren gehen – denn die Nachzucht ist schwierig: Eine Mutter trägt ihr Kind vier bis acht Jahre mit sich herum, bevor sie erneut trächtig wird, und bekommt nur ca. 4 Junge im Leben. Damit wird der ständige Verlust kaum ausgeglichen.

Wir schippern weiter zur Rimba-Lodge, der einzigen Unterkunft im Schutzgebiet – meist schlafen die Gäste auf den Schiffen, aber für eine ganze Gruppe fehlt da der Platz, so dass wir hier Zimmer gebucht haben, was sich als Segen erweist: Die ganz aus Holz erbauten Hütten verfügen über eigene Badezimmer und Klimaanlagen, so dass wir unsere aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit stets klammen Klamotten hier trocknen können (nur Phet und ich waren zu geizig für ein Zimmer und schlafen im Schiff – weshalb wir vier Tage lang in nassen Klamotten rumlaufen).

Die Sonne geht früh unter, und um 18:30 Uhr begeben wir uns auf eine Nachtwanderung, die uns eine Menge exotischer Insekten und Spinnen im Licht unserer Taschenlampen beschert, schlafende Vögel und Fische, die sich von den Lampen nicht stören lassen, sowie eine große grüne (giftige) Viper, die ebenfalls schlafend in einem Baum hängt.  Anschließend gemeinsames Dinner auf dem Schiff: Lecker und vielseitig – wir schwatzen noch eine Weile an Deck über das Erlebte, bevor sich die Gruppe Richtung Lodge zur Nachtruhe begibt.

Nachtschicht: Ab 18:00 ist es dunkel 🙂
Auch diese Viper schläft im Baum.

Mittwoch, 16.04.25
Wir tuckern den Sekonyer weiter flussaufwärts und beobachten wilde Orangutans in den Bäumen direkt am Flussufer. Auch einige Familien der nur auf Borneo vorkommenden („endemischen“) Proboscis-Nasenaffen tummeln sich am Ufer:  Die Männchen tragen auffällige Rüben als Nasen im Gesicht (je älter, desto länger), die ihnen teils bis über das Kinn hängen. Sie alle turnen lebhaft in den Zweigen und springen in Kamikaze-Manier von Baum zu Baum – ein atemberaubendes Schauspiel, wenn auch schwer mit der Kamera einzufangen.

Orangutan-Mutter mit Nachwuchs 🙂
Nasenaffen-Familie

Ein kurzer heftiger Tropenschauer lässt uns vorübergehend vom Sonnendeck flüchten. Gegen Mittag biegen wir in einen noch schmaleren Schwarzwasserfluss ab: Das Wasser entspringt nicht den Bergen, sondern dem Urwald, weshalb es keine Sedimente mit sich führt und völlig klar ist, aber von den Huminsäuren abgestorbener Blätter wie Schwarztee gefärbt wird.  Vorteil: Das Wasser ist so sauer, dass Mückenlarven hier nicht überleben und es daher kaum Mücken am Fluss gibt. 

Schwarzwasserfluss: Klares saures (mückenfreies) Wasser, wie Tee gefärbt. Das Wasser steht uferlos im Wald ca. 100m breit..
Camp Leakey – benannt nach Louis Leakey, dem Mentor der drei Affenforscherinnen Jane Godall (Schimpansen), Dian Fossey (Gorillas), und Birutë Galdikas (Orang Utans).

Wir erreichen das Camp Leakey, wo die lettischstämmige Kanadierin Birutë Galdikas seit den frühen 70’er Jahren ihre Forschungen betreibt:  Sie war als junge Studentin eine der drei Affenforscherinnen, die von dem Anthropologen Louis Leakey neben Jane Godall (Schimpansen) und Dian Fossey (Gorillas) zu den Orang Utans geschickt wurde und seither jährlich einige Monate (sie ist inzwischen über 70 Jahre alt) hier mit ihren Forschungen verbringt. Die Station ist ständig von Studenten besetzt, die hier ebenfalls Forschungen betreiben und den jungen Orang-Waisen ein Leben in Freiheit beizubringen versuchen. 

Über einen langen Holzsteg wandern wir durch die Mangroven und erreichen festen, aber lehmig-rutschigen Boden. Am Haus von Prof. Birutë vorbei erreichen wir eine weitere Fütterungsstation, wo mehrere Mütter mit ihren Jungen das angebotene Futter dankbar entgegennehmen.  Im Gegensatz zu Schimpansen, Gorillas und den meisten anderen Affen leben Orang Utans nicht in Familienverbänden, sondern als Einzelgänger im Wald und finden sich nur zur Paarung zusammen.  Ansonsten leben nur Mutter und Kind zusammen – bis zur nächsten Geburt, dann muss das ältere Kind meist seinen Weg allein finden. 

Ein junger wilder Orangutan stibitzt einige Früchte vom reich gedeckten Tisch 🙂

Eine wundervolle Fahrt durch die ruhigen, nur von Vogelgezwitscher oder kreissägenden Zikaden lautlich untermalten Urwaldkanäle bringt uns zurück zur Lodge – auf dem Weg müssen wir einigen schwimmenden Inseln ausweichen, was die Rückfahrt verzögert, so dass wir erst im Dunkeln die Lodge erreichen. Lunch und Dinner regelmäßig während der Fahrten auf dem Schiff.

Donnerstag, 17.04.25
Früher Aufbruch zur Pondok Tanggui Feeding Plattform – hier beginnt die Fütterung um 9:00 Uhr morgens: Als die Pfleger mit Rucksäcken voller Bananen, Maiskolben und Süßkartoffeln kommen, läuft in ihrem Windschatten ein hier aufgezogenes junges Männchen, welches großen Respekt vor dem A-Macho Silence hat, der erst kürzlich den bisherigen King Albert gewaltsam entthront hat und in der Nähe schon auf sein Vorrecht des ersten Zugriffs wartet – der junge Mann befürchtet offenbar, nichts abzubekommen. Daher schnappt er sich – kaum dass die Pfleger die Futtersäcke auf dem Holzpodest entleert haben –  mehrere der Früchte, steckt sich drei davon wie Zigarren nebeneinander in den Mund und noch eine in jede Hand und jeden Fuß. Da er nun aber weder laufen noch klettern kann, überlegt er fieberhaft, auf welche der Früchte er bereit zu verzichten ist, und verdrückt sich schließlich mit der Beute eilig an einer Hand hangelnd in den Wald.

Plastiktüten sind schon eine hilfreiche Erfindung! 😉

Auftritt Silence: Ein massiges Männchen mit kräftigen Wangenschirmen kommt aus dem Wald und wuchtet sich aufs Podest, wo er sogleich beginnt, ganz ruhig eine Frucht nach der anderen zu verspeisen. Zwei Mütter mit je einem Baby gesellen sich mit scheuem Blick auf ihn kurz dazu und verschwinden bald mit einigen Früchten im Maul wieder im Gebüsch.

Am Nachmittag besuchen wir das Dorf Sekonyer, das entstand, als die Bewohner des Waldes bei der Gründung des Parks umgesiedelt wurden auf die andere Seite des Flusses, um für die Orang Utans einen geschützten Lebensraum zu schaffen: 
An einer Lehmstraße liegen beidseitig ein paar Hütten, die ca. 350 Bewohner werden als Staff der Stationen am Tourismus beteiligt und betreiben etwas Landwirtschaft.  Auch unsere Ranger, die uns auf den Wanderungen führten, leben mit ihren Familien hier.  Einige Erstklässler fahren auf Elektrorollern (!) vorbei und grüßen unsere Führerin Fitri, die bis vor Kurzem ihre Englischlehrerin war, als Guide nun aber deutlich besser verdient. Wie überall, fällt uns auch hier die enorme Entspanntheit der Menschen auf.

Sekonyer Village: Hierhin wurde die menschlichen Waldbewohner (Orangs) umgesiedelt, als das Orangutan-Schutzgebiet entstand.
Die Bewohner arbeiten als Staff und Ranger im Park – und sind allgemein tiefenentspannt.. 🙂

TPNP, Freitag 18.04.25
Die ganze Nacht hat es geschüttet, so dass wir fürchten dass das heutige Programm ins Wasser fällt.  Aber zum Frühstück klart es auf, und wir starten in Sonnenschein zu unserer Dschungelwanderung
Die ganze Gruppe ist bereit, eine längere Wanderung auf sich zu nehmen – es sollen ca. 8 km sein, recht ebener Weg, aber halt durchwachsene Urwaldpfade.  Klar gibt es einige Pfützen, die durchwatet sein wollen – aber wir bekommen einen weiteren tollen Eindruck des Borneo-Primärwaldes. Viele merkwürdige Pflanzen und Tiere begegnen uns – die Artenvielfalt ist schier überwältigend.

Aufbruch zur mehrstündigen Urwaldwanderung.

Auf dem erstaunlich nährstoffarmen Urwaldboden (alle verrottenden Nährstoffe werden vom wuchernden Pflanzenteppich unmittelbar wieder aufgenommen) wachsen verschiedene Kannenpflanzen-Arten: Fleischfressende Pflanzen, die von Insekten bis zu Mäusen alles verdauen, was in ihren glatten Kannenkörper rutscht.  Wilde Bienen bauen ihre Nester in hohle Baumstümpfe, und nur ein schlauchförmiger Trichter als leicht zu verteidigender Ein-/Ausgang verrät ihre Anwesenheit. Die Kratzspuren eines Malaienbären zeigen, dass ihm die Anwesenheit von Honig nicht verborgen blieb – dass er sein Vorhaben abbrach, liegt vermutlich an der Wehrhaftigkeit der Insekten.  Daumenkuppengroße Riesenwaldameisen beeindrucken uns – unangenehmer sind die weniger großen, aber aggressiveren Feuerameisen: „Nicht stehenbleiben – weitergehen!“ Eine Lianenpflanze spendet frisches Wasser im Bedarfsfall – und zugleich ein wichtiges Anti-Tumor-Medikament.

Fleischfressende Kannenpflanzen: Wo der Bden nicht genügend Nährstoffe bereit hält, wird „zugefüttert) 🙂
Aus der Liane fließt sauberes Trinkwasser 🙂

Am Ende der 8 km irgendwo in der Wildnis erwartet uns eine (geplante) Überraschung: Wir erreichen einen schmalen Urwaldfluss, wo uns einige Kanus erwarten.  Die Bootsführer sitzen im Bug und steuern dort, hinten geben wir soweit nötig oder möglich mit Paddeln Verstärkung. So gleiten wir lautlos durch die Wildnis, die sich über uns im Blätterdach schließt – ein ganz besonders eindrückliches Erlebnis.  Zurück auf dem Sekonyer wird der kleine Hilfsmotor angeworfen und bringt uns flugs zurück zu unserem Klotok.

Nachmittags gehen wir noch einmal zur (ersten) Tanjung Harapan Feeding Platform, wo wir noch einmal einige OrangUtans ganz aus der Nähe beobachten können. Danach cruisen wir mit unserem Klotok einige Zeit auf dem Sekonyer und beobachten sowohl einen sich im Fluss spiegelnden Regenbogen sowie einen flammenden Sonnenuntergang. Ein weiterer fantastischer Tag neigt sich zu Ende..

Abendstimmung im Dschungel 🙂

TPNP, Samstag 19.04.25
Wir verlassen den TPNP und kehren zurück nach Pangkalan Bun: Über den breiten Kumai River erreichen wir den Hafen, verabschieden uns von der zuverlässigen Crew und unseren kenntnis- und hilfreichen Guides mit einem angemessenem Trinkgeld und kehren per Taxi ins Arsela-Hotel zurück, wobei wir kurz an einem Langhaus der Dayak-Ureinwohner und einem Souvenirladen Station machen.  Kaffee im Oikos-Café und Abendessen im Hotel:  Wir hatten wirklich eine tolle Zeit auf Borneo!!

Geschafft: Gesund und voll neuer Erfahrungen nach unserem Borneo-Urwldabenteuer 🙂

Pangkalan Bun – Bali, Ostersonntag 20.04.25
Nach dem Frühstück bringen uns Taxis zum kleinen Iskandar Flughafen, wo wir uns mit Orangutan-Motiven wie T-Shirts und Stofftieren eindecken, denn wir wissen noch vom letzten Jahr, dass es die später nirgends mehr gibt. Wir starten pünktlich nach Surabaya, erreichen problemlos unseren Anschlussflug nach Bali und fahren per Taxi ins Palm Beach Hotel in Kuta Bali nahe Denpasar direkt am Strand. Das Hotel hat einen großen Pool; am Strand  – dem „Pantai Jerman“ oder „German Beach“ – sind heute am Sonntag Nachmittag viele Einheimische unterwegs, und wir haben ein gutes Abendessen in einem Warung (Straßengrill) am Strand.

Ostersonntag mit Osterschmelzeiern 🙂

Kuta Bali, Montag 21.04.25
Wie oben schon gesagt: Heute ein ruhiger Puffertag –
die Gruppe ist auf eigene Faust unterwegs, um diesen Teil Balis ein wenig kennenzulernen oder einfach an Strand und Pool abzuhängen. Ich nutze den Tag für Abrechnungen, Schriftkram und die Aktualisierung dieses Tagebuchs.  Abends gutes Essen wieder direkt am Strand. 

Morgen Dienstag fliegen wir nach Labuan Bajo auf der Insel Flores im Sunda-Bogen. Dort werden wir übermorgen Mittwoch abermals ein Boot besteigen und den Komodo-Archipel in der korallenreichen Flores-See besuchen, um die nur dort heimischen „letzten Dinosaurier“, auch als Komodo-Drachen (Dragons) bekannt, aufzusuchen.  Dazu dann später wieder mehr –
bis dahin sonnige Grüße zurzeit aus Bali,
i.A. Thomas + Phet 🙂

Kuta Bali – Pantai Jerman: „Deutscher Strand“ – aber wir sind die einzigen Deutschen dort 🙂

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Pankalan Bun, Montag 14.04.25

Borneo – Kalimantan

Liebe Leute,

heute morgen beim Frühstück sehen alle schon viel munterer aus:  Der Schlaf hat allen gut getan.

Vom Flughafenhotel sind es nur wenige Schritte zum Abfluggate, und der Interinselflug von Jawa nach Borneo geht leicht verspätet über die Bühne: Nach dem Start sehen wir zunächst die Reisfelder rund um Surabaya, überfliegen die vorgelagerte Insel Madura und die Javasee und erreichen nach einer Stunde Flugzeit die Küstenlinie Borneos – bzw. Kalimantans, wie die viertgrößte Insel der Welt hier heißt.

Unter uns dehnen sich flache grüne Dschungel aus, von mäandernden Flüssen durchzogen:  Der an der südlichen Küste Kalimantans gelegene Tanjung Puting Nationalpark grüßt herauf.  Ein breiter Fluss, dahinter das grüngepunktete Muster einiger Palmölplantagen – schon sind wir im Landanflug auf den Flughafen Iskandar von Pangkalan Bun, Distrikthauptstadt des südlichen Bezirks Arut Selatan.

Nur (Name) von den Local Guides holt uns am kleinen Flughafen ab.  Mit mehreren Taxis fahren wir zum Hotel, einem indonesischen Holzbau mit Spitzdach, und checken erstmal ein. 

Eine halbe Stunde später brechen wir zu einem kleinen Stadtbummel entlang des Flusses auf:
Holzhäuschen, teils ganz schmuck und bunt bemalt, teils halb verfallen, reihen sich entlang des Flussufers auf Stelzen im Wasser, durch Holzstege verbunden. Statt eines Autos hat man hier ein langes schmales Boot vor dem Haus vertäut, das dörfliche Leben findet auf den Stegen statt. Wir spazieren auf diesen Stegen mit teils arg moderigen Planken und werden von den Einheimischen überall freundlich gegrüßt, die Kinder haben lachend ihren Spaß beim Hände-abklatschen und staunen diese langen Fremden aus großen schwarzen Augen an. Sogar die Katzen sind total entspannt und lassen sich in keinster Weise stören, wenn wir über sie hinwegsteigen müssen.  Gefühlt alle paar Meter ein rundes Haus mit gestuftem Dach und einem Holzgerüst-Turm, der mit Lautsprechern bestückt ist: So sehen hier die Moscheen aus. 

Borneo ist sehr moslemisch, was wir auch daran merken, dass es partout kein Bier gibt, weder in Lokalen noch in Läden.  Frauen und Mädchen tragen Kopftuch, aber keinen Schleier und lachen auch uns Männer stets freundlich und ohne Berührungsängste an.  Frauen fahren übrigens auch genauso selbstverständlich mit Motorrollern durch die Gegend wie Männer – und alle sind völlig entspannt. 

Unser Abendessen nehmen wir in der Nähe des Hotels in einem Warung (offenes Straßenlokal) ein, wo es leckeren Bratfisch gibt.  Den Nachtisch gibt’s in Form eines Mocktails im Hotel.

Morgen werden wir im Hafen von Kumai unser Holzschiff  – ein sogenanntes Klotok –  besteigen und dann die nächsten Tage in der Wildnis des Tanjung Puting NPs auf dem Sekonyer-Fluss und seinen Nebenflüssen im Urwald Süd-Kalimantans unterwegs sein, um die auf den zurzeit fruchtenden Flussufer-Bäumen herumsteigenden Orang Utans und andere Tiere bequem von Deck bzw. bei kleineren Dschungelwanderungen zu beobachten. Da wir dort keine Internetverbindung haben, werden wir erst nach Abschluss dieser Bootsexpedition einen neuen Reisebericht hier einstellen können. Bis dahin verbleiben wir in gespannter Vorfreude auf das Kommende und besten Grüßen nach Hause
Thomas + Phet 🙂 🙂

Pfahlhütten in Pankalan Bun
Leben am Fluss
Verständigung
lecker Abendessen im Warung (Straßengrill)

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Surabaya, Sonntag 13.04.25

Jakarta: Gruppe gut eingetroffen

Liebe Leute,

die Gruppe ist heute Sonntag früh auf dem Flughafen Jakarta überpünktlich und mit allem Gepäck eingetroffen und problemlos eingereist – erstmalig ganz ohne Immigration-Beamte, sondern einfach durch eine elektronischen Schranke spaziert: Das Visum gab es dann als Email zugestellt – so sieht offenbar die Reisezukunft aus.

Phe und ich erwarten die Teilnehmer am Ausgang mit einem Bus, in den wir hinten das Gepäck reinwerfen und dann alle ganz gemütlich in die Stadt fahren, um die Wartezeit bis zum nachmittäglichen Anschlussflug nach Surabaya mit einer kleinen Stadtrundfahrt zu verkürzen. Während der Fahrtzeit wird kurz die indonesische Geschichte und Entwicklung skizziert, bevor wir am Monas (Monumen Nasional) einen Fotostopp einlegen: Dieses Wahrzeichen Jakartas ist ein schlanker weißer 137 Meter hoher Turm mit einer goldenen Flamme an der Spitze und symbolisiert den Sieg der Indonesier im Freiheitskampf um die Unabhängigkeit. Vorbei am Präsidentenpalast geht es nun zum Hauptbahnhof im Altstadtkern, dem alten Batavia, Hauptstadt der niederländischen Kolonie Ostindien von 1799 bis 1949. Hier spazieren wir ein wenig im sonntäglich ruhigen, aber am von kolonialen Palästen gesäumten Zentralplatz Taman Fatahillah sehr lebendigen Stadtkern herum und trinken Kaffee in einem Kolonialstil-Café am Platz. Auf dem Weg zum Hafen passieren wir eine alte holländische Zugbrücke und haben schließlich einen wunderschönen Blick über den Hafen vom Dach der Marina Batavia, einem altehrwürdigen Zollgebäude mit Leuchtturm.

Zurück am Flughafen warten wir im Inlands-Terminal auf unseren Anschlussflug nach Surabaya, der etwas Verspätung hat, so dass wir in der tausend Kilometer weiter östlich gelegenen Stadt erst bei Sonnenuntergang eintreffen. Unser Hotel liegt praktischerweise gleich im Flughafen, jedes Zimmer mit Blick auf die Startbahn. Wir dinieren leckere einheimische Gerichte in einem Warung und nehmen noch einen Absacker im Garten-Café, bevor wir  – die Gäste seit dem Vortag auf Reisen – glücklich aber erschöpft die Zimmer aufsuchen.

Morgen lassen wir es geruhsam angehen: Der Flieger bringt uns am späten Vormittag über die Javasee nach Kalimantan, dem indonesischen Teil Borneos. Dort werden wir im Süden der Insel im weitgehend von Urwald umschlossenen Ort Pankalan Bun eine Nacht verbringen, bevor wir am nächsten Morgen an Bord unseres „Klotok“  – wie hier die hölzernen Flussboote heißen –  gehen und die nächsten Tage das Gewirr der Flüsschen und Kanäle des Tanjung Puting Nationalparks erkunden auf der Suche nach unseren rothaarigen Verwandten in den Bäumen, den sogn. „Waldmenschen“ (was das Wort Orang Utan übersetzt bedeutet). 

Jetzt erst mal Gute Nacht und herzliche Grüße von einer erwartungsfrohen Gruppe,
Thomas + Phet 🙂 🙂

Monas, Jakarta
Diesen wunderschönen Aussichtspunkt kann man tatsächlich nur mit dem Flugzeug erreichen 😉

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Jakarta, Samstag 12.04.25

Jawa, Indonesien: In Erwartung 🙂

Liebe Leute,

nun gilt es: Der Freundeskreis ist wieder unterwegs – und wir wollen sehen, ob wir hier auf dieser provisorischen Ersatzseite für unsere getillte Freundekreis-Website das Reisetagebuch führen können. 

Ab heute wird hier also wieder ein Reisetagebuch geführt über unsere Expedition ins indonesische Inselreich zu den Orang Utans von Borneo, zu den Komodo-Waranen in der korallenreichen Floressee und zur hinduistischen Tempelinsel Bali.

Phet und ich sind schon gestern Freitag Abend aus Bangkok kommend in Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens auf der Insel Jawa, gelandet, um letzte Vorbereitungen zu treffen – die Gruppe hat sich heute Samstag von Deutschland aus auf den Weg gemacht und wird morgen Sonntag früh hier eintreffen. Wir werden sie hier erwarten und vor unserem Weiterflug nach Surabaya im Osten Jawas eine kleine Stadtrundfahrt durch das alte Batavia machen, den Altstadtkern Jakartas und einstige Hauptstadt der ehemaligen Kolonie Niederländisch-Ostindien.

Wir wünschen allen Mitlesern hier viel Spaß beim virtuellen Mitreisen durch diesen fernen Teil der Welt und unseren Gästen einen guten Flug mit kurzer Pause auf halber Strecke in Doha: 
Ihr werdet erwartet
wir freuen uns sehr darauf, Euch hier (wieder) zu sehen!!

Thomas + Phet 🙂 🙂

In der Hotelbar am Vorabend des Eintreffens der Gruppe

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Hier möchte ich jetzt im April ab 12.04.25 ein neues Reisetagebuch über unsere Indonesien-Expedition nach Borneo zu den Orang Utans und in die Flores-See zu den Komodo-Waranen einschließlich einer Bali-Verlängerung sowie im Mai über unsere Erkundungsreise nach Neuguinea anlegen –
ich hoffe das wird funktionieren..

  1. Ludwig Schaffner-Kubicki zu Gästebuch

    Schade, dass ich erst jetzt mit meinem Kommentar dran bin: die drei Paare haben mir alles vorweggenommen und das auch…

  2. Karibu Kenya – Nairobi, 12 Tage Safari und 6 Tage relaxen am Indischen Ozean. Wir haben alles gesehen und Natur,…

  3. Renate und Volker DAUMANN zu Gästebuch

    Zur Reise KENIA 2026: Wir sind vor 3 Tagen von einer Kenia-Reise im Januar 2026 zurückgekehrt. Wir werden noch lange…

  4. Barbara und Jörg Napirata zu Gästebuch

    Zur Reise KENIA 2026: Die gesamte Reise war ein sehr abwechslungsreiches, spannendes Abeteuer mit vielen von der Reiseleitung liebevoll geplanten…

  5. Schön, dass hier endlich wieder was steht.. 🙂